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Erfahrungsbericht: Mein Sieg gegen den Männerbauch.

Wie als Mann abnehmen?
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Unser Leser Alexander aus Stuttgart hat uns seinen Erfahrungsbericht zur Verfügung gestellt, in dem er beschreibt, wie er es geschafft hat, Spaß am Sport zu entwickeln und fast 10 kg abzunehmen.

„Warte ab, bis Du 30 wirst – ab dann geht es bergab.“ – ein Satz, den man als Mann mit Anfang/Mitte 20 von anderen (älteren) Männern immer wieder zu hören bekommt. Nun bin ich 35, habe die „magische Grenze“ also bereits deutlich überschritten, und muss leider zugeben – Sie hatten alle recht. Denn tatsächlich ging es ab 30 los: Hatte ich zum Beispiel Sodbrennen bis dato nur ab und zu nach einem durchzechten Wochenende – nun bekam ich es auch regelmäßig nach einem Sonntagsbraten. Kannte ich Rückenschmerzen bislang nur nach der Hilfe bei einem Umzug („Wir brauchen doch keine Gurte um die Waschmaschine zu tragen“) – nun schlafe ich nur eine Nacht in einem fremden Hotelbett und kann mich morgens kaum bewegen. Aber das Schlimmste: Konnte ich bis dahin essen wann, was und so viel ich wollte ohne Auswirkungen auf meine sportliche oder zumindest schlanke Figur – ab 30 begann die Mitte meines Körpers sich kontinuierlich nach außen zu wölben…

Männerbauch? Ich doch nicht…

Ich weiß nicht, ob es sich bei diesem über viele Jahre fast schon mantraartig vorgetragenen Satz meiner älteren Geschlechtsgenossen um eine quasi selbsterfüllende Prophezeiung handelt oder um das tatsächliche genetische Schicksal eines jeden Mannes. Aber wie auch immer: Aus eigener Erfahrung und der Beobachtung meiner Freunde und Bekannten im selben Alter muss ich sagen – er stimmt.

Doch trotz, dass dieser Satz in den Zwanzigern eines jeden Mannes (und so auch in meinen) eine gewisse Präsenz hat – man(n) bzw. ich wollte es nicht wahrhaben. Und so stand ich mit Mitte 30 nackt vor dem Spiegel und es traf mich wie ein Schlag. Ich sah meinen Körper und plötzlich war mir alles klar: Meine Hosen gingen schon eine Weile nicht mehr richtig zu (obwohl ich bereits beim letzten Kauf die Weite an die „neuen Größen“ angepasst hatte). Ich erinnerte mich daran, wie oft ich in letzter Zeit nachts aufgewacht bin und etwas gegen mein Sodbrennen nehmen musste und ich dachte an das leichte ziehen in meinem Rücken – morgens beim Zähneputzen, wenn man sich leicht nach vorne beugt – welches als Überbleibsel von meinem letzten Hexenschuss zurückgeblieben ist.

Der Männerbauch muss weg

Den letzten Rest gab mir dann das vor meinem inneren Auge unweigerlich auftretende Bild meines Vaters – der mittlerweile aussieht, als hätte er einen Medizinball verschluckt. Das war der Moment, in dem ich erkannte – es muss etwas passieren. Die Zukunft meines Körpers in Form meines Vaters vor Augen beschloss ich mein genetisches Schicksal aufzuhalten: Und mit dem Bauch fange ich an.

Vermutlich erwartest Du nun einen ellenlangen Vortrag über die richtige Ernährung, spezielle Diäten – angepasst an den individuellen Typ – und Tipps zum Einstieg in Kraft- und Ausdauertraining. Und vor allem, dass ich Dir „mein Geheimnis verrate“, wie ich es geschafft habe, meinen Männerbauch wieder los zu werden. Denn genau diese Dinge habe ich auf unzähligen Seiten und in quasi allen Blogs zum Thema „Männerbauch“ immer und immer wieder gelesen. Aber nein, ich muss Dich enttäuschen. Zwar habe ich eine Menge ausprobiert – von Trennkost bis zur Blutgruppendiät, von Krafttraining über Yoga bis hin zu Ausdauertraining…aber unterm Strich lässt sich alles auf einen einzigen Satz bzw. eine Erkenntnis reduzieren – Dein Körper muss mehr verbrennen als er zu sich nimmt. Punkt. Ganz einfach, total logisch und eigentlich weiß man das instinktiv.

Man hat also genau zwei Stellschrauben: Zum einen die Ernährung, zum anderen die körperlichen Aktivitäten. Du kannst also weiterhin unsportlich bleiben (bzw. auf dem Level, auf dem Du Dich gerade befindest) musst dann aber Deine Ernährung ändern. Oder Du behältst Deine (eher ungesunde) Ernährung bei, musst dafür aber Deinen Körper mehr bewegen. Egal ob Du Dich für die eine oder die andere Variante oder eine Mischung aus beiden entscheidest – am Ende muss Dein Körper zum Abnehmen mehr verbrauchen, als er zu sich nimmt.

Und um nun doch noch – zumindest ein bisschen – meinen eigenen, persönlichen (und für mich wirkungsvollen) Weg zu beschreiben: Ich habe mich für das Drehen an beiden Stellschrauben entschieden.

Ich, für den Sport bis dato keinen wirklichen Lebensinhalt darstellte, habe angefangen Joggen zu gehen. Aber nicht einfach drauf los, sondern quasi „geführt“ mit einer App, und zwar der „5 K Runner“-App (Den Link zur App habe ich unten angehängt). Diese hat mich in 3 Monaten von 0 auf 5 Kilometer gebracht – das war perfekt für mich. Und tatsächlich hat es geklappt. Weder habe ich in dieser Zeit die Motivation verloren (sogar ganz im Gegenteil), noch bin ich vor Erschöpfung zusammengebrochen. Ich kann voller Stolz sagen, dass ich nun, nach diesen drei Monaten, 5 Kilometer am Stück joggen kann und es mir sogar verdammt viel Spaß macht. Und für mich ist joggen perfekt – nach der Arbeit, direkt von zu Hause aus, mit einem Zeitaufwand von ca. 30 bis 40 Minuten.

Zeitgleich zu dieser neuen sportlichen Betätigung habe ich angefangen, nicht mehr unkontrolliert einfach alles und zu jeder Zeit zu essen. Für ungefähr einen Monat habe ich – um herauszufinden ob ich das überhaupt kann – alle Süßigkeiten komplett weggelassen. Tatsächlich war es die ersten zwei Wochen zum Teil eine Herausforderung, aber eine machbare. Ab dann wurde es einfacher – anscheinend hatte mein Körper sich daran gewöhnt. Außerdem habe ich versucht, wirklich bewusst nur noch die geregelten Mahlzeiten einzunehmen und nichts mehr zwischen drin. Für mich hieß das: Ein Mittag- und ein Abendessen. Ich bin kein Frühstücker. Und mittlerweile habe ich angefangen, von ganz allein mehr auf meine Ernährung zu achten. Ich versuche viel mehr frische Sachen zu essen, schaue darauf, dass zumindest meistens Gemüse und Salat mit dabei ist und esse mittlerweile aber auch ab und zu wieder Süßigkeiten. Denn ich habe für mich das richtige Maß gefunden – die Mitte zwischen dem was ich zu mir nehme und dem, was mein Körper braucht bzw. verbraucht.

Adé Männerbauch – das habe ich erreicht!

Schlussendlich habe ich es so geschafft, innerhalb von 3 Monaten knapp 8 Kilogramm abzunehmen – von 75 kg auf 67 kg. Der Bauch ist (fast) weg und mir geht es verdammt gut. Weitere positive Nebeneffekte sind übrigens, dass ich kaum mehr Sodbrennen habe und sich durch das Laufen auch meine Rückenmuskulatur stärkt. Außerdem fühle ich mich insgesamt besser…und das nicht nur, weil ich meinen Bauch nicht mehr permanent einziehen muss. 🙂

Hier noch die Links zur App mit der ich das geschafft habe:

Von 0 auf 5 km
Von 0 auf 5 km
Entwickler: Fitness22
Preis: Kostenlos+
5K Runner: Couch Potato to 5K
5K Runner: Couch Potato to 5K
Entwickler: FITNESS22 LTD
Preis: Kostenlos+

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